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Von Oktober 1986 bis Januar 1988 stand der gebürtige Solinger SS-Mann Gottfried Weise vor dem Wuppertaler Landgericht. Angeklagt war er wegen einer Reihe von Morden, die er 1944 als Mitglied der Aufsehermannschaft in Auschwitz an Lagerhäftlingen begangen hatte. Beim Prozess war Weise 65, zur Waffen-SS ging er schon als 19-Jähriger. Während des Prozesses sagte Weise kein Wort. Die Germanistin und Autorin Birgit Ohlsen hat das Verfahren begleitet – und jetzt im Wuppertaler Nordpark-Verlag einen Teil ihrer Mitschriften auf 140 Seiten veröffentlicht. (…)In diesem Buch gibt es keine Bilder. Keines vom KZ, keines von Opfern, keines vom Angeklagten. Und doch ist Birgit Ohlsens Protokoll voller Bilder. Bilder, die nur aus Sätzen wachsen. Und dann nicht mehr aus dem Kopf wollen. (…) "Der Wuppertaler Auschwitz-Prozess" von Birgit Ohlsen ist ein bitteres Protokoll. (...)  All das darf nicht vergessen werden. Und wird es auch nicht. Dank solcher Autoren wie Birgit Ohlsen – und auch dank Nordpark-Verleger Alfred Miersch, der dem Text die Chance der Veröffentlichung gegeben hat. (Stefan Seitz, Wuppertaler Rundschau vom 17.05.2016)

 

Der Wuppertaler Auschwitz-Prozess
 


Nordpark-Verlag Wuppertal, 2015
ISBN 978-3-943940-15-2  / 12,00 €
Rezension in der Wuppertaler Rundschau