Menue am 23.03.2009:

Es muss nicht unbedingt Berliner Leber sein. Anstelle der teuren Kalbsleber besorgen wir beim Fleischer unseres (relativen) Vertrauens 2 Scheiben etwa einen Zentimeter dicke Grützwurst. Da die Wurst im nördlich an Berlin angrenzenden Brandenburg hergestellt wird, hat er sie unter dem Namen „Plunderwurst“ im Angebot. In anderen Gegenden Deutschlands verkauft und genießt man das Gericht, bei leicht abgeänderter Rezeptur, als Panhas (rheinisch-bergische Region) oder Knipp - so haben wir es z.B. in Worpswede kennen gelernt. Das Rezept ist für zwei Personen gedacht. Anstatt Sauerkraut haben wir uns für Zwiebeln und Apfelscheiben entschieden.

 

Zutaten:

 

Menge

Preis in €

Bemerkung

1 kg Kartoffeln

0,36

 

2 Scheiben Plunderwurst

2,10

 

4 Zwiebeln

0,22

 

2 Äpfel

0,40

 

Energieverbrauch

0,30 (entspr. 1,5KWh)

Ca. 30 Minuten Kochzeit für die Kartoffeln und 10 Minuten für die Plunderwurst

Summe in €

3,08

 

 

Zubereitung: Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und ca. 30 Minuten weich kochen.

Grützwurstscheiben mit etwas Mehl bestreuen. Zwiebeln und Äpfel in Ringe schneiden.

Die gekochten Kartoffel mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer würzen. Mit etwas Milch und Margarine klein stampfen.

Plunder 01 

Die Plunderwurst auf beiden Seiten bei großer Hitze anbraten, je einmal wenden. Ebenso die Zwiebeln und die Apfelscheiben. Die Tote Oma mit Stampfkartoffeln anrichten und mit Zwiebelringen und Apfelscheiben garnieren.

Dazu reichen wir einen Dornfelder Barrique, ein sehr fruchtiger, etwas lieblicher Rotwein.

Guten Appetit!

Beurteilung: „Ja, könnte ich noch etwas mehr haben? (Günter) „Lässt sich auch gut mümmeln!“ (Birgit)“ *** . . . (3 von möglichen 5 Sternen)

Resteverwertung: Was übrig bleibt, kann am nächsten Tag mit den Stampfkartoffeln und Sauerkraut vermischt weggeputzt werden.

 

Anmerkung 1): Im Gegensatz zu anderen früher als „Armengerichten“ bekannten Rezepturen ist Grützwurst unseres Wissen bisher noch nicht in Delikatessenläden zu finden.

 

Anmerkung 2): Innereien kaufen wir aus Sicherheitsgründen nicht beim Discounter

 

© bio & goo, März 2009