Friede den Hütten! ...

Georg Büchner 1813 - 1837

 
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...im Schlosspark Pankow

 

 

Väterchen Frost / oder: Eine große Kälte ist über die Stadt gekommen

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Aus aktuellem Anlass dieser Text, der sich (jetzt können wir's ja sagen), auf  niemand anderen als auf den ehemaligen Berliner Finanzsenator bezieht: 

Väterchen Frost / oder: Eine große Kälte ist über die Stadt gekommen.

 

Es gab eine Zeit, zu der wir nicht im Traum daran gedacht hätten, einst der weisen Vorsorge unseres Finanzsenators unser Wohlbefinden, vielleicht gar unser Überleben zu verdanken… Zunächst hatten wir uns, dies sei im Nachhinein voller Scham eingestanden, über seine Vorschläge zur Lebensführung seiner weniger begüterten Untertanen noch amüsiert und ihn für eine Art verschrobenen Individualisten gehalten, wie es ihn seit Jahrzehnten in der politischen Landschaft unserer Republik nicht mehr gegeben hatte. Später aber, als wir durch einen unglücklichen Umstand (auf den ich hier aus Datenselbstschutzgründen nicht näher eingehen möchte) selbst nicht mehr umhin kamen, seine uns zunächst eigenartig karg anmutenden Menüvorschläge in die Tat umzusetzen, erkannten wir alsbald die weise Vorausschau eines liebenden Vaters. Recht bald spürten wir an unseren eigenen Leibern, dass die uns von hoher Stelle verordneten Lebenshaltungsregularien ebenso nahrhaft wie unserer körperlichen Gesundheit zuträglich waren: Wir nahmen ab. An Gewicht, wohl gemerkt, denn unser Geist erhellte sich durch Askese, und nie zuvor bedachte eigene Gedanken beflügelten unser bis dato aus (zugegeben) besonders viel ungenutzter Freizeit bestehendes Dasein. Noch besser ging es uns allerdings, als wir die uns so klug durchgerechnete zugestandene Tagesration von Woche zu Woche ebenso klug jeweils um die Hälfte zu rationieren verstehen gelernt hatten. Wenige Tage vor Jahresende, (wir ernährten uns jetzo nurmehr von Haferflocken und einem bis zu zehnmal wieder verwendbaren Beutel Kamillentee), beschlossen wir einstimmig, aus der vermeintlichen Not eine Tugend zu machen und unserem geliebten väterlichen Impulsgeber S. in puncto Kreativität nachzueifern. Selbstverständlich wollten und konnten wir keine seiner Ideen plagiieren, so viel bzw. so wenig verlangte der Respekt vor dem Hohen Herrn sowie unsere immer noch bewahrte Selbstachtung. Von unserem letzten Umzug hatten wir – dafür sind wir der Firma Z. in Berlin-K. heute noch dankbar – einige immer noch gut erhaltene Filzdecken aufbewahrt, die sich nunmehr, mittels einer Schicht kälteisolierender Luftpolsterfolie (eine weitere dankbare Verbeugung in Richtung Kreuzberg!) mit einigen wenigen Handgriffen zu kuttenartigen Umhängen verarbeiten ließen. (Danke, Paul, für die noch recht ordentlich aussehende Nähmaschine vom Sperrmüll in der Wollankstraße!)

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Ankündigung

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Jede Woche neu: Eine kleine Lektüre zur Kurzweil in Corona-Zeiten - aus unserem privaten Textlabor  (in der das Wort "Corona" garantiert nicht vorkommt) ...

Mamadou

 

Der Wuppertaler Auschwitz-Prozess

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 Der Wuppertaler Auschwitz Prozess

Von Oktober 1986 bis Januar 1988 stand der gebürtige Solinger SS-Mann Gottfried Weise vor dem Wuppertaler Landgericht. Angeklagt war er wegen einer Reihe von Morden, die er 1944 als Mitglied der Aufsehermannschaft in Auschwitz an Lagerhäftlingen begangen hatte. Beim Prozess war Weise 65, zur Waffen-SS ging er schon als 19-Jähriger. Während des Prozesses sagte Weise kein Wort. Die Germanistin und Autorin Birgit Ohlsen hat das Verfahren begleitet – und jetzt im Wuppertaler Nordpark-Verlag einen Teil ihrer Mitschriften auf 140 Seiten veröffentlicht. (…)In diesem Buch gibt es keine Bilder. Keines vom KZ, keines von Opfern, keines vom Angeklagten. Und doch ist Birgit Ohlsens Protokoll voller Bilder. Bilder, die nur aus Sätzen wachsen. Und dann nicht mehr aus dem Kopf wollen. (…) "Der Wuppertaler Auschwitz-Prozess" von Birgit Ohlsen ist ein bitteres Protokoll. (...)  All das darf nicht vergessen werden. Und wird es auch nicht. Dank solcher Autoren wie Birgit Ohlsen – und auch dank Nordpark-Verleger Alfred Miersch, der dem Text die Chance der Veröffentlichung gegeben hat. (Stefan Seitz, Wuppertaler Rundschau vom 17.05.2016). Rezension in der Wuppertaler Rundschau

NordPark-Verlag, Wuppertal. 2015.  ISBN: 978-3-943940-15-2 

 


 

„Heimat“ im Exilwerk von Anna Seghers

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Cover

 

Birgit Ohlsen

„Heimat“ im Exilwerk von Anna Seghers, (Literaturwissenschaft, Band 63), 208 S., 29,80 €

Zum Inhalt: Die Pole „Heimat“ und „Exil“ sind für das Verständnis von Anna Seghers’ Werk entscheidend. Ins Exil drängte sie 1933 die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Als Jüdin, Intellektuelle und überzeugte Kommunistin steht sie exemplarisch für zahlreiche Schriftsteller, die in dieser Zeit unfreiwillig emigrierten. Ihr Weg führte sie von der Schweiz über Frankreich und die Vereinigten Staaten bis nach Mexiko. Die Werke Das siebte Kreuz, Transit und Der Ausflug der toten Mädchen markieren die Stationen dieses Weges ebenso wie etliche Reden und Aufsätze (z.B. Vaterlandsliebe und Deutschland und wir). Birgit Ohlsen zeigt, wie sich Anna Seghers’ Heimatbegriff in diesen Jahren gewandelt hat. Die Aspekte dieses Wandels erklärt sie in sechs Thesen, die sie mit zahlreichen Belegen aus den einschlägigen Texten stützt.

Zur Autorin: Birgit Ohlsen, M.A., studierte Neuere und Ältere Deutsche Philologie sowie Romanistische Literaturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie lebt als freie Autorin in ihrer Wahlheimat Berlin.

Frank & Timme, Verlag für wissenschaftliche Literatur, Berlin. 2017. ISBN: 978-3-7329-0342-9

 

Römische Augen Blicke

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Elefanten Obelisk

 

Birgit Ohlsen

Römische Augen Blicke, Prosaskizzen, Die Besonderen Hefte,  80 S., 10,50 €

Die Schönheit des Begreifbaren

In 45 atmosphärisch dichten Prosaskizzen zeichnet Birgit Ohlsen sehr einfühlsam ein Bild von Rom, wie man es nicht aus Reiseführern kennt. Oft sind sie leicht wie ein Sommerhauch, aber auch erfüllt von Mitgefühl und Wissen. Ihre Texte erfassen den Grund, die Beschaffenheit der Oberflächen und die Schönheit des Begreifbaren. Ihre Fotos sind nicht nur Illustrationen, sondern eigene Interpretationen dieser Stadt und ihrer Menschen.

Die Besonderen Hefte werden eigenhändig in der Werkstatt des NordPark Verlages in der Palatino gesetzt, nach Bedarf in kleinen Auflagen gedruckt, dann handgefalzt und handgeheftet und in den Schutzumschlag aus dem Passat-Vorsatzpapier des Hamburger Papierherstellers Geese eingeschlagen.Gedruckt wird auf dem Schleipen Werdkruckpapier der Cordier Spezialpapier GmbH aus Bad Dürkheim.

NordPark-Verlag, Wuppertal. 2017. ISBN: 978-3-943940-37-4

 "Römische Augen Blicke" von Birgit Ohlsen mit sehr magischen Prosaskizzen aus der Ewigen Stadt . Wunderbare Texte, wunderbare Fotos. Unbedingt lesen!" Wuppertaler Rundschau, 23. 9. 2018

 
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Hütten

  •  Alle Bilder © bio,  2011
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Feuerspuren

Das Kalle Blomquist Spiel ist der Beitrag von Birgit in der Anthologie Feuerspuren herausgegeben von der Gesellschaft für neue Literatur.

edition karo, Berlin 2017

172 S., Klappenbroschur, EUR 15,-

ISBN: 978-3-945961-05-6

Geld

Väterchen Frost oder Eine große Kälte ist über die Stadt gekommen ist der Beitrag von Birgit in der Anthologie Geld herausgegeben von Sigrun Casper.

Konkursbuch-Verlag. Berlin. 2017

288 Seiten, viele teils farbige Bilder konkursbuch 53, 15,50, im Abo 12,-

ISBN 978-3-88769-253-7

Ich hab's gesehn! und Das Kleid sind die Beiträge von Birgit in der Anthologie

Konkursbuch Verlag, Berlin 2016 EUR 9,99

eBook (ePUB) EUR 9,99

EAN 9783887696726

Der satirischer Prosatext Rabbitz ist der Beitrag von Birgit in der Anthologie herausgegeben von Horst Bosetzky

Die schrägsten Berliner Zehn-Minuten-Geschichten, Jaron Verlag, Berlin 2013

1. Auflage 2013, 234 Seiten, Paperback 8,95 Euro

ISBN: 9783897737266


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Birgit Ohlsen und Günter Opitz-Ohlsen Autoren bei friededenhuetten.de Grabbeallee 24 13156 Berlin, Germany